1. Ausbildungsjahr

LERNEN SIE CHINESISCHE MEDIZIN UMFASSEND!

15 Wochenenden
8 Freitagabende (18.00-21.00) und 2 Freitage (15.00-21.00 Uhr)
Zwischenprüfung

Das 1. Ausbildungsjahr steht im Zeichen des Umdenkens!

Wer Chinesische Medizin im traditionellen Sinne erlernen will, sollte bereit sein, sich für eine neue Denkweise zu öffnen. Wir freuen uns darauf, Sie auf diesem interessanten und spannenden Prozess zu begleiten.

Einführung in Philosophie und Geschichte der Chinesischen Medizin

Es werden erste Aspekte philosophischer und konzeptioneller Grundlagen der Chinesischen Medizin erläutert, z.B.

  • die Lehre von Yin und Yang
  • die fünf Wandlungsphasen
  • Dao – Shen – Qi – Jing

Punktlokalisation

Von Beginn an nimmt die exakte Punktlokalisation einen wichtigen Raum an den Freitagabenden der Ausbildung ein. Das korrekte Lokalisieren des Akupunkturpunktes ist die Voraussetzung einer effektiven Behandlung. Sie werden in der Technik des Auffindens der Akupunkturpunkte angeleitet – ausschließlich mit Ihren Händen.

Leitbahnsystem – die verschiedenen Punktkategorien

Zu Beginn der Ausbildung geben wir eine Übersicht über das Leitbahnsystem, welches als Netzwerk des Körpers die energetische und strukturelle Grundlage der Chinesischen Medizin bildet, sowie einen Überblick über die grundsätzliche Bedeutung verschiedener Punktkategorien.
In den folgenden Wochenenden werden dann die äußeren und inneren Verläufe der Leitbahnen sowie deren Pathologie besprochen.

Die Fünf Wandlungsphasen

Im Vordergrund des ersten Jahres steht das Erkennen der energetischen Wechselwirkungen zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos, in denen der Mensch seinen Platz zwischen Himmel und Erde einnimmt. Dabei spielen die Wandlungsphasen und ihre Entsprechungen eine zentrale Rolle.
Die Fünf Wandlungsphasen sind Metall, Wasser, Holz, Feuer und Erde. Abwechselnd sind sie entweder dominant oder untergeordnet. Die SchülerInnen lernen, die Fünf Wandlungsphasen in ihrem Zusammenspiel in sich selbst und in der Natur wahrzunehmen und zu verstehen.
Sie bekommen einen Einblick, wie sie die Theorie der Fünf Wandlungsphasen in Diagnose und Behandlung von energetischen Ungleichgewichten anwenden können.
Dabei geht es vor allem darum, wie das Potenzial und die Pathologie jeder dieser Wandlungsphasen in Körper, Geist und Seele zum Ausdruck kommt.
Die SchülerInnen erkennen dabei ihre Stärken und Schwächen sowie ihre Entwicklungsmöglichkeiten. Diese Erkenntnis ermöglicht eine stärkere Sensibilisierung für den energetischen Zustand anderer und wird zur Grundlage für eine Diagnose und Behandlung nach den Fünf Wandlungsphasen.
Mit Laotse ausgedrückt: „Über das, was in mir ist, erkenne ich die Welt“.

Qigong

An zwei Wochenenden möchten wir praktisch in die “Arbeit mit dem Qi” einführen. Es werden einige grundlegende Qigong-Übungen vermittelt, die der Erdung, Zentrierung, Stärkung sowie der Entspannung dienen. Einige der theoretischen Grundlagen der Chinesischen Medizin, besonders die Leitbahnlehre und der Fluss des Qi werden so auch körperlich erfahren.

Energie-Produktion:
Physiologie und Pathologie der SubstanzenJing, Shen, Qi, Yuan-Qi, Ming Men, Xue, Jin/Ye

Die Begriffe Jing, Shen, Qi, Yuan-Qi, Ming Men, Xue, Jin/Ye bezeichnen unterschiedliche Energieformen.
Diese Energieformen bilden gemeinsam mit den Organ-Funktionskreisen (zangfu) und den Leitbahnen die Grundlage für das chinesische Verständnis der Physiologie und Pathologie des Organismus.
Sie erfahren, wie die einzelnen zangfu (Organ-Funktionskreise) an der Entstehung unserer nachhimmlischen (= nachgeburtlichen) Lebensenergie beteiligt sind sowie die Funktionen unserer vorhimmlischen (= vorgeburtlichen) Grundenergien.

Weitere diagnostische Aspekte der Chinesischen Medizin folgen
am Ende des 1. Jahres

  • Die 8 Leitkriterien (ba gang) als übergeordnetes diagnostisches Prinzip
  • Pulsdiagnose, Körperdiagnose
  • Einführung in die Anamneseführung

Praktische Übungen am Freitagabend

  • Punktlokalisation
  • Leitbahnverläufe
  • Fühlen des Pulses
  • die Nadelung der Akupunkturpunkte

Einführung in die Nadeltechnik

Schon früh beginnen wir mit dem Üben des Nadelns.

Dabei geht es um

  • das schmerzfreie Setzen der Nadeln
  • das Nadelgefühl (De Qi): was bemerken die PatientInnen, was spüren die BehandlerInnen und wie kann das De Qi gefördert werden, um die Behandlung wirkungsvoller zu gestalten?
  • das Verhalten bei Nadelzwischenfälle
  • die hygienischen Aspekte
  • Kontraindikationen für eine Akupunkturbehandlung

Lernen – lernen

Sie gehen als Erwachsenen wieder in eine „Schule“. Mit dieser Umstellung kommen voraussichtlich einige Herausforderungen auf Sie zu. Sie fragen sich z.B.

  • Wo nehme ich die Zeit zum Lernen her?
  • Wie kann ich mich zum Lernen motivieren?
  • Wie soll ich die große Stoffmenge bewältigen?

In unserem Lern-Kurs bieten wir für jeden Lerntyp unterschiedliche Methoden zum Strukturieren, Visualisieren und Trainieren an, so dass Sie die Ausbildung mit Freude und Erfolg durchführen können.

Lerngruppen

Für das Erlernen der Chinesischen Medizin ist ein kontinuierlicher Diskussionsprozess äußerst hilfreich.
Daher empfehlen wir allen SchülerInnen, sich in Lerngruppen zu organisieren.
Unsere zentralen und ruhig gelegenen Unterrichtsräume stehen den Lerngruppen zu Übungszwecken und zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichtes zur Verfügung.