Keiraku Chiryo – Japanische Meridian-Therapie Teil I und II
Stephen Birch, PHD, Licac (USA), MBACC (UK) – Übersetzung: Roswitha Laabs
27.09.19 bis 01.12.19

Übersetzung und Assistenz: Roswitha Laabs

Teil I: 27.–29. September 2019
Teil II: 29. Nov. – 01. Dez. 2019

Unterrichtssprache und Skript: Englisch

Akupunkturtechniken auf japanisch – sanft und effektiv

Kursbeschreibung

In diesem Workshop über 2×3 Tage haben alle TeilnehmerInnen die Möglichkeit, durch viel praktisches Üben die Basis der japanischen Meridiantherapie zu erlernen.
Keiraku Chiryo oder auch Meridian-Therapie gehört zu einer Bewegung „zurück zu den Klassikern“. Deren Zielsetzung ist die Verbindung der modernen Akupunktur-Praxis mit klassischen Traditionen. Diese Bewegung begann in Japan um 1920 und heute sind noch ca. 20 % der mehr als 60.000 japanischen Akupunkteure in verschiedenen Vereinigungen dieser Bewegung angeschlossen.

Es haben sich verschiedene Stilrichtungen in der Meridian-Therapie entwickelt, die alle folgende Grund-Ideen gemeinsam haben:

  • Pulsdiagnose an der Arteria radialis – 6 Positionen werden in je zwei Ebenen getastet und geben Aufschluss über Fülle und Leere der zugeordneten Leitbahnen
  • Palpation des Abdomens (Bauchdiagnose)
  • Die Theorien des Akupunkturklassikers Nan Jing, bei dem das Modell der Zirkulation der Leitbahnen im Zentrum der Behandlung stehen
  • Das Ziel der Behandlung liegt darin, die geschwächten Meridiane zu stärken und die Meridiane in Fülle abzuleiten
  • Die Behandlung mit sehr dünnen Nadeln und einer sehr sanften Nadeltechnik

Am Anfang des Kurses wird ein Überblick über die Entwicklung der Meridiantherapie gegeben.
Der Schwerpunkt des Kurses liegt aber auf dem praktischen Üben der einzelnen Techniken:

  1. Puls- und Bauchdiagnose
  2. Nadeltechniken mit einer sehr oberflächlichen Nadelung
  3. Entwicklung einer Behandlungsstrategie

Im ersten Wochenende wird in die Grundmethodik dieses systematischen Behandlungsmodells eingeführt. Im zweiten Wochenende werden die Behandlungstechniken wiederholt und supervidiert sowie in zusätzliche Behandlungsstrategien eingeführt, darunter insbesondere auch solche zur Symptomkontrolle.

Mit dieser Methode können die meisten PatientInnen behandelt werden und sie eignet sich besonders für die PatientInnen, die der Nadeltherapie skeptisch gegenüberstehen.

Im Seminar werden praktische Übungen so oft wie möglich das Erlernen des Grundsystems unterstützen.

Für TherapeutInnen der TCM eröffnet dieser Kurs eine weitere Behandlungsmethode mit zusätzlichen diagnostischen Möglichkeiten.

Für diejenigen AkupunkteurInnen, die schon z.B. Erfahrung in Manaka 1 und 2 haben, ist es eine hervorragende Ergänzung.

Nach dem Workshop wird jede/r TeilnehmerIn in der Lage sein

  • aufgrund der Bauchdiagnose und der auf dem Nan Jing basierenden Pulsdiagnose Krankheitsmuster der PatientInnen im Sinne von Fülle und Leere der Leitbahnen zu bestimmen,
  • diese Imbalancen mit sanften Akupunktur-Techniken zu korrigieren und
  • das Behandlungsergebnis unmittelbar zu überprüfen.

Voraussetzungen der TeilnehmerInnen

Grundkenntnisse der Leitbahnverläufe, Pulsdiagnose, Fünf Wandlungsphasen.

Teinahmebestätigung

Alle TeilnehmerInnen erhalten eine Teilnahmebestätigungder Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin e.V.

Dozent

stb

Stephen Birch
studierte in Japan u nd praktiziert japanische Akupunktur seit 1982.
Viele Jahre hat er mit Yoshio Manaka und anderen erfahrenen Lehrern des Toyohari- Verbandes die einzigartige japanische Meridiantherapie studiert und praktiziert. So konnte er in Zusammenarbeit mit seinen Kollegen ein sehr durchdachtes Ausbildungsprogramm für japanische Akupunktur entwickeln.
Seit mehr als 10 Jahren unterrichtet er Japanische Akupunktur und leitet das japanische Akupunkturzentrum in Amsterdam.
Mit seiner Frau zusammen arbeitet er aber auch weiterhin in der gemeinsamen Praxis.
Er ist Autor und Co-Autor verschiedener Bücher, z.B.:
„Chasing the Dragon’s Tail“, Titel der deutschen Übersetzung: „Manakas Quantensprung: Essenz und Praxis der Akupunktur“, Uelzen, ML Verlag.
„Japanische Akupunktur – praktisches Handbuch“
Roswitha Laabs praktiziert seit Jahren diesen japanischen Akupunkturstil und hat zahlreiche Seminare von Stephen Birch als Assistentin und Übersetzerin begleitet. 

rl

Roswitha Laabs, Heilpraktikerin
Krankenschwester bis 1986; Kinderpause
Akupunktur-Ausbildung am ABZ Ost/Berlin 1995 bis 1998;
Ausbildung bei Stephen Birch 1998 – 2001 in japanischer Meridiantherapie, Manaka, Shonishin, Toyohari.
Seit 2000 Heilpraktikerin mit Praxis für japanische Akupunktur in Berlin.
2002 bis heute Assistenz und Übersetzerin von Stephen Birch und anderen japanischen Dozenten wie Kiiko Matsumoto und Junji Mizutani.

Die Organisation

Kursort
Ausbildungszentrum Mitte
Frankfurter Str. 59
63067 Offenbach, im Hof Eingang rechts, 3. Stock
Tel: 069 / 82 36 14 17
Fax: 069 / 82 36 17 49

Termine
Teil I: 27.09 – 29.09.2019
Teil II: 29.11 – 01.12.2019

Kurszeiten
Freitag: 12.00 – 18.00 Uhr
Samstag: 10.00 – 18.00 Uhr
Sonntag: 09.00 – 15.00 Uhr

Creditstunden: 40

Kosten: 875 €
AGTCM-Mitglieder: 700 €
TCM-Fachverband-Schweiz-Mitglieder: 787,50 €

Ratenzahlung ist in Absprache mit dem Büro vor Ihrer Anmeldung möglich.


TCM Fachverband – Schweiz anerkannt.

LÄK – Zertifizierung
Die Zertifizierung wird bei der Landesärztekammer Hessen beantragt.

 

Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie 2-3 Wochen vor Kursbeginn eine Rechnung mit allen Kursdaten und den genauen Informationen zu den Zahlungsmodalitäten.