Yamamoto’s Neue Schädelakupunktur (YNSA) – Fortgeschrittenenkurs
Tobias Müller, Albig
11.11.17 bis 12.11.17

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Kursbeschreibung

Dr. Toshikatsu Yamamoto, der Begründer und Entdecker der Japanischen Schädelakupunktur, hat im Laufe seines Lebens viele neue Areale am Kopf entdeckt, die eine große Bereicherung der Therapiemöglichkeiten darstellen. Zwei dieser Bereiche am Kopf sind das sog. „I-Somatotop“ – über das der gesamte Bewegungsapparat behandelt werden kann – und die äußere Abbildung der 12 Hirnnerven. Bereits jedes der beiden Systeme alleine umfasst einen großen Behandlungsbereich für den menschlichen Körper. Das I-Somatotop und die Hirnnervenpunkte können alleine eingesetzt werden oder als Ergänzung und Verstärkung der im Grundkurs gelernten Punkte dienen. Auch für Manualtherapeuten kann der Einsatz der beiden Zonen eine intensive Unterstützung ihrer Arbeit bedeuten.

Das I-Somatotop spiegelt auf einem Teil des Kopfes den gesamten Bewegungsapparat wider. Es liegt um und über beiden Ohren. Jeweils lang gestreckte Zonen bilden nicht nur einzeln die Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule ab, sondern ebenso die gesamte obere und untere Extremität. Aufgrund der Größe sind die einzelnen Abschnitte und Segmente von der Wirbelsäule und den Armen und Beinen gut zu ertasten und gezielt zu behandeln. Dies stellt einen Vorteil gegenüber den eher kleinen Basispunkten dar.

Wie bei allen Punkten der Schädelakupunktur ist auch hier eine sofortige Wirkung zu erzielen – spürbar für den Patienten in einer direkten Schmerzreduzierung und/oder erhöhten Mobilität bei Blockierungen des Bewegungsapparates. Die Auswahl der Punkte richtet sich ganz einfach nach der individuellen Symptomatik des Patienten. Das heißt, bei Schmerzen z. B. der Hände oder Füße suche ich nach einer Druckdolenz in dem Bereich, wo sich im I-Somatotop die entsprechende Region abbildet. In Bezug auf die Wirbelsäule kann bei der Entscheidung, ob die HWS, BWS oder LWS behandelt wird, die Hals- oder Bauchdiagnose mit einbezogen werden.

Die Besonderheit der 12 Hirnnervenpunkte zeigt sich in der Verbindung von westlicher und östlicher Medizin. Yamamoto entdeckte, dass sich der erste bis zwölfte Hirnnerv, hinter der rechten und linken A-Zone beginnend, wie eine Kette nach dorsal erstreckt. Jeder Hirnnerv ist einem Organ der TCM zugeordnet. Man kann den Hirnnerv mit all seinen Funktionen daher als Teil des Funktionskreises der TCM sehen.

Die Auswahl der Punkte erfolgt, wie auch bei den Y-Punkten, nach der Hals- und/oder Bauchdiagnose. Nach erfolgreicher Nadelung verschwindet die Druckdolenz an Hals und Bauch sofort. Das Wissen um die Hirnnerven ermöglicht ein tieferes Verstehen um die Funktionen und Aufgaben der Organe im Sinne der TCM. Vorzug erhalten die Hirnnervenpunkte gegenüber den Y-Punkten, wenn beim Patienten eine psychische Problematik im Vordergrund steht oder zentrale (das Nervensystem betreffende) Störungen das Bild bestimmen. Auch schwer zu behandelnde Erkrankungen wie z. B. die Fazialisparese oder Trigeminusneuralgie sind über die entsprechenden Hirnnerven einer Therapie zugänglich.

Neben der Theorie wird großer Wert auf die praktische Lokalisation der Punkte gelegt, so dass nach diesem Wochenende das neu gelernte Wissen direkt die therapeutische Arbeit bereichern kann. Unterstützt wird dies durch Patientenfotos, die den korrekten Ort der Nadelung zeigen. Neben I-Somatotop und Hirnnerven werden an den beiden Tagen nochmals die – besonders schwierigen – Diagnose- und Therapiepunkte des Grundkurses praktisch geübt und offene Fragen geklärt.

Ziel des Seminares ist, die Schädelakupunktur in der Praxis erfolgreich anwenden zu können.

Voraussetzungen

Kenntnisse in der Akupunktur sind von Vorteil. Der Besuch eines YNSA Anfängerkurses ist von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig.

Teilnahmebestätigung

Alle TeilnehmerInnen erhalten eine Teilnahmebestätigung der Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin e.V.

Dozent

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Tobias Müller, Albig
Geb. 1971, zwei Kinder;
3-jährige Vollzeitausbildung an der Hessischen Heilpraktikerfachschule in Hochheim von 1992 bis 1995 mit anschließender einjähriger Assistenzzeit;
von 1995 bis 1998 Ausbildung in TCM und Klassischer Akupunktur am ABZ MITTE in Offenbach;
Ausbildungen u.a. in Japanischer Schädelakupunktur nach Yamamoto (YNSA), NPSO (Neue Punktuelle Organ- und Schmerztherapie nach Rudolf Siener), Koreanischer Handakupunktur;
Therapieschwerpunkte sind: verschiedene Akupunktursysteme und Klassische Homöopathie;
seit 1996 in eigener Praxis tätig.

Die Organisation

Kursort
Ausbildungszentrum Mitte
Frankfurter Str. 59
63067 Offenbach, im Hof Eingang rechts, 3. Stock
Tel: 069 / 82 36 14 17, Fax: 069 / 82 36 17 49

Termine
11./12.11.2017

Kurszeiten

Samstag: 10.00 – 18.00 Uhr
Sonntag: 09.00 – 15.00 Uhr

Unterrichtsstunden: 14

Kosten: 275 €
AGTCM-Mitglieder: 220 €
SBO-TCM-Mitglieder: 247,50 €
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Zertifizierung bei der LÄK Hessen kann beantragt werden. Bitte 8 Wochen vorher im Büro nachfragen.
Verantwortlich für die Organisation des Kurses ist der ärztliche Akupunktur-Fortbildungsleiter des ABZ MITTE Dr. med. Malte von Neumann-Cosel.

Diese Fortbildung ist zertifiziert durch den Bund Deutscher Heilpraktiker (BDH). Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an unser Büro.

Anmeldung bis 19.10.2017

Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie 2-3 Wochen vor Kursbeginn eine Rechnung mit allen Kursdaten und den genauen Informationen zu den Zahlungsmodalitäten.