Unsere Partner:innen für Europäische Heilpfanzen in der TCM: Birte Hinz, Marcel Janson, Sabine Ritter
Interessent:innen, die bisher keine Kenntnisse der Chinesischen Medizin erworben haben, können diese in unserer "Basis-TCM-Ausbildung" im ABZ MITTE erwerben! So können Sie die Anwendung der europäischen Kräuter mit den alten und gleichzeitig innovativen Konzepten der Chinesischen Medizin verbinden.
West und Ost sinnvoll und effektiv verbinden
Kursbeschreibung
2.500-jährige Kräutertradition im Westen
Die ältesten Überlieferungen zur Wirkung europäischer Heilpflanzen reichen fast 2.500 Jahre bis ins antike Griechenland zurück. Nicht nur das Wissen der Griechen, auch die Erfahrungen von Ärzten aus dem alten Rom, dem Mittelalter und der Renaissance sind heute noch erhalten. Aufbauend auf diesem Kenntnisschatz wurden viele europäische Heilpflanzen mittlerweile wissenschaftlich untersucht, wodurch das Wissen über ihre Wirkungsweise vielfach bestätigt und ergänzt wurde.
Europäische Kräuter in zeitlosen bewährten Konzepten
Neben den bekannten Wirkungen ermöglichen der Geschmack, die thermischen Eigenschaften und die Wirkrichtungen der europäischen Arzneipflanzen eine Einordnung in das Konzept der chinesischen Medizin. Mit diesem Wissen können wir unter den verschiedenen Heilpflanzen, die zur Behandlung der Beschwerden von Patient:innen zur Verfügung stehen, gezielt diejenigen auswählen, die zur Konstitution und der chinesischen Diagnose am besten passen. Patient:innen erhalten auf diese Weise eine auf sie abgestimmte individuelle, effektive und sichere Kräutertherapie.
An 26 Kurstagen beschäftigen wir uns
mit detaillierten Pflanzenmonographien inklusive deren Inhaltsstoffen, soweit bekannt
mit der Botanik der Pflanzen
mit einigen historischen Betrachtungen zu einzelnen Heilpflanzen
mit den Qualitäten und Wirkungen der Kräuter entsprechend der Chinesischen Medizin
mit verschiedenen Behandlungsstrategien der Chinesischen Medizin und einer einführenden Differentialdiagnose des jeweiligen Themas pro Wochenende
mit der Rezepturenlehre, das heißt der sinnvollen Zusammenstellung einer Rezeptur nach der erfolgten chinesischen Diagnose
mit notwendigen, an den Patient:innen ausgerichteten Modifizierungen
mit Patient:innen-Beispielen, die das Erlernte praktisch verdeutlichen
mit Dosierung und Darreichungsform der Kräuter bzw. Rezepturen
mit allen relevanten Aspekten der Sicherheit beim Einsatz der Kräuter
Heilpflanzen mit allen Sinnen erleben
An jedem Wochenende probieren wir die zu lernenden Kräuter als Tee und erleben in der Gruppe ihre Wirkung, ihren Geschmack und ihren thermischen Effekt. Manchmal werden auch andere Zubereitungen wie Tinkturen oder Pflanzensäfte probiert. Gemeinsam betrachten wir nicht nur Fotos, sondern auch die getrockneten Kräuter. Um die Arzneipflanzen in der Natur zu erkennen und zu bestimmen, ist eine ganztägige Exkursion Teil der Ausbildung.
Lernen in Theorie und Praxis
An den letzten drei Sonntagen der Ausbildung haben die Teilnehmer:innen die Möglichkeit Patient:innen aus ihren Praxen den jeweiligen Dozent:innen vorzustellen. Es können bevorzugt „Live-Patient:innen“ vorgestellt werden oder schriftlich vorbereitete Fälle. So besteht die Möglichkeit den Weg von den Beschwerden der Patient:innen, über die Diagnose bis zur Entwicklung einer Therapiestrategie und Rezeptur gemeinsam zu diskutieren. Nähere Infos dazu im Kurs.
Der Lernstoff für den Grundkurs umfasst im einzelnen
Die Oberfläche öffnende Kräuter und Rezepturen (25./26.09.2027, Birte Hinz) Bei den oberfläche-öffnenden Pflanzen dominiert oft der scharfe Geschmack. Viele von ihnen gehören zu den „Diaphoretika“. Außerdem behandeln Kräuter aus dieser Klasse auch manche Hautkrankheiten oder Bi-Syndrome.
Qi tonisierende Kräuter und Rezepturen (05.-07.11.2027, Sabine Ritter) Unter Qi-Tonika versteht man Pflanzen, die Leerezustände von Milz, Magen, Lunge, Herz oder Niere behandeln. In der europäischen Phytotherapie werden sie „Roborantien“ genannt.
Yang tonisierende Kräuter und Rezepturen (11./12.12.2027, Marcel Janson) Yang-Tonika behandeln endogene oder exogene Kälte-Probleme im Körper. Sie haben einige Gemeinsamkeiten mit den Qi-Tonika und der Übergang ist oft fließend. Die Kräuter sind trocken, warm bis hitzig und partiell scharf.
Schleim bewegende und ausleitende Kräuter und Rezepturen (22./23.01.2028, Birte Hinz) Schleim sammelt sich bevorzugt in den Atemorganen. Die Pflanzen, die diese Problematik behandeln enthalten oft ätherische Öle (transformieren Schleim) oder Saponine (lösen Schleim). Sie sind aromatisch oder scharf und werden bei uns „Antitussiva“ oder „Sekretolytika“ genannt. In diese Klasse gehören auch Kräuter, die nicht materiellen Schleim behandeln wie Schleim in den Leitbahnen oder den Gliedmaßen. Sie bewähren sich häufig bei der Behandlung von Arteriosklerose oder manchen neurologischen Erkrankungen.
Qi- und Blut bewegende Kräuter und Rezepturen(10.-12.03.2028. Sabine Ritter) Stase-Probleme sind Phänomene unserer Gesellschaft. Wir bewegen uns zu wenig, ernähren uns zu gut und haben zu viel Stress. Qi stagniert, Blut wird statisch. Pflanzen, die das Blut bewegen, enthalten biochemische Inhaltsstoffe wie Cumarine, Flavonoide, ätherische Öle oder Saponine. Sie sind aromatisch, leicht scharf und leicht warm. Diese Pflanzen wirken auf „dickes“ Blut, hochviskoses Blut, Gerinnungsstörungen, Blutverklumpung oder Probleme der Mikrozirkulation. Viele Qi-Beweger werden in der europäischen Phytotherapie als Cholagoga bezeichnet.
Adstringierende Kräuter und Rezepturen und Exkursion (21.-23.04.2028, Birte Hinz) Kräuter dieser Klasse behandeln den Verlust von Qi, Blut oder Säften. Alle diese Verluste sind eine Leere-Pathologie, so dass die Kräuter zusammen mit Qi-Tonika kombiniert werden sollten. Hierher gehören u. a. Probleme wie vermehrtes Schwitzen, vermehrtes Wasserlassen, Blutverlust oder Durchfälle, aber auch der Verlust von Energien.
Blut tonisierende Kräuter und Rezepturen (13./14.05.2028, Marcel Janson) Das Blut hat Yin-Charakter und Yin- und Blut-Leere haben einiges gemeinsam. Kräuter, die das Blut aufbauen sind süß und ernährend und sind Bestandteile sehr vieler Rezepturen. Für die Behandlung von Frauen sind sie unerlässlich, d.h. süß und nach europäischer Tradition leicht bitter verstärken Qi oder füllen es auf. Aufgrund der kräftigenden Eigenschaften sind sie ernährend.
Yin tonisierende Kräuter und Rezepturen + 1 Praxistag (09.-11.06.2028, Marcel Janson) Yin-Tonika behandeln Trockenheitsprobleme und Leere der Säfte im Körper. Sie sind befeuchtend, ernährend und Substanz aufbauend. In dieser Kategorie werden auch Jing-Tonika besprochen.
Hitze kühlende, klärende Kräuter und Rezepturen (18.-20.08.2028, Birte Hinz) Hitze klärende Pflanzen sind bitter und kalt und behandeln heiße Erkrankungen. Hier wird die Hitze nicht über die Oberfläche ausgeleitet, sondern über Urin und Stuhl. Die Kräuter behandeln u. a. Hitze in den Organen oder den 4 Schichten.
Feuchtigkeit ausleitende Kräuter und Rezepturen + 1 Praxistag (22.-24.09.2028, Birte Hinz) Feuchtigkeit umfasst zwei Begriffe: Ödeme und Stagnation von Feuchtigkeit. Letztere zeigt sich v. a. in den Atemorganen und im Verdauungstrakt. Die behandelnden Pflanzen werden in der europäischen Tradition als „Diuretika“ bezeichnet.
Voraussetzungen der Teilnehmer:innen
Grundkenntnisse in Chinesischer Medizin. Interessent:innen, die diese Voraussetzungen nicht haben, können die "Basis-TCM-Ausbildung" im ABZ MITTE buchen!
Teilnahmebestätigung
Alle Teilnehmer:innen erhalten nach bestandener Prüfung ein Zertifikat oder – ohne Prüfung – eine Teilnahmebestätigung der Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin e.V.
Birte Hinz
Marcel Janson
Sabine Ritter
Organisation und Kosten
Veranstaltungsort Ausbildungszentrum Mitte Frankfurter Str. 59 63067 Offenbach, im Hof Eingang hinten rechts, 3. Stock Tel: 069 / 82 36 14 17, E-Mail
Unser Service für Sie
In der Woche vor Seminarbeginn werden Ihnen die Skripte als PDF zugesendet. Wenn Sie einen Ausdruck wünschen, wenden Sie sich per E-Mail an das Büro-Team.
Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie 2-3 Wochen vor Kursbeginn eine Rechnung mit allen Kursdaten und den genauen Informationen zu den Zahlungsmodalitäten.
Kosten: 3.688,00 € (12 Raten zu 307,33 €) AGTCM-Mitglieder: 2.950,00 € (12 Raten zu 245,83 €) TCM Fachverband Schweiz-Mitglieder: 3.318,00 € (12 Raten zu 276,50 €)