In Anbetracht der Zunahme und Hartnäckigkeit von CFS-Fällen seit Covid / Post-Vac und den bisherigen Erfahrungen bei der Behandlung, soll dieser Kurs einen Blickwinkel mit Differentialdiagnosen zu den Ursachen von Erschöpfung sowie Ansätze zur Behandlung dieser Erkrankung liefern.
Dabei ist mir bewusst, dass das Hauptproblem immunologischer Natur ist.
Eine Spurensuche nach früheren immunologisch nicht bewältigten Erkrankungen ist deshalb vorrangig, was im Vertiefungskurs mit Rückendiagnose im Februar 2026 differenziert betrachtet wurde.
Wichtige Basis dafür sind die 7 Tonsillitispunkte und die Detox-Behandlung für Post-Vac-Syndrome, die beide in diesem Kurs auch wiederholt werden.
Meistens gibt es mehrere Ursachen, warum jemand erkrankt, die sich ungünstig überlagern. Ein Risikofaktor für schwerere Covid Verläufe war bekanntlich ungesunde Ernährung; auch finden sich oft ausgesprochen leistungsstarke, sportliche Menschen unter den CFS-Patient:innen, die sich z.B. bei Erkältungen früher nicht schonten.
Die TCM-Behandlung insbesondere von ernsten CFS-Verläufen sollte wie immer alle Faktoren im Blick behalten und auch fachfremde bewährte Konzepte integrieren, wie z.B. Pacing. In diesem Kurs befassen wir uns nur mit einem Teil davon.
Bei vielen Patient:innen ist Erschöpfung ein entscheidender Faktor, der dafür sorgt, dass sie nicht gesünder werden. Es ist einfach nicht genug Kraft da, um z.B. Krankheitsfaktoren auszuleiten. Wenn man in der Lage ist, verschiedene Arten von Erschöpfung zu erkennen, und spezifisch zu behandeln, kann das ein wichtiger Schlüssel sein, dass der Mensch langsam gesünder wird.
Dabei geht es sowohl um Qi / Yang, v.a. durch Stützung von Mitte - Ma-Qi, Sugar-Punkt-Behandlung - und Niere, als auch um Yin – Leberblut / Ni-Yin stützen. Die Effektivität der Behandlung lässt sich deutlich erhöhen, wenn man unbekannte, aber sehr häufige Muster wie pulsierender KG 9 und Leaking Zong Qi erkennt.
Erstaunlicherweise diagnostiziert man häufig verschiedenste Arten von Erschöpfung, ohne dass die Patient:innen sich subjektiv erschöpft fühlen, also sozusagen präklinisch. Wenn Patient:innen aber wegen Erschöpfung in die Behandlung kommen, ist zusätzlich eine Umstellung der Lebensweise essentiell. An erster Stelle steht hierbei die Ernährung z.B. Abendfasten, gefolgt von Stressabbau, ausreichend Schlaf und einem besseren Management von Erkältungen.
Letzteres ist bei dem schwer zu behandelnden CFS häufig ein Dauertrigger.
Ziel des Kurses ist eine praxisorientierte Wissensvermittlung zur raschen Anwendbarkeit.
Gegenseitiges Üben mit japanischen, oft kaum spürbaren Nadeln, ermöglicht ein besseres Be“greifen“.
Literatur
Kiiko Matsumoto’s Clinical Strategies Vol. 1 + 2 von Kiiko Matsumoto und David Euler
Kenntnisse in Chinesischer Medizin/Akupunktur.
Der Einführungskurs sowie Vertiefungskurs von Beate Bachus vom 13./14.09.2025 und 14./15.02.2026 oder entsprechende Kenntnisse sind sinnvoll, da aber alle Einführungs-Inhalte kurz wiederholt werden, sind auch Anfänger:innen in diesem Kurs der palpationsbasierten Akupunktur willkommen.
Alle Teilnehmer:innen erhalten eine Teilnahmebestätigung der Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin e.V.
Veranstaltungsort
Ausbildungszentrum Mitte
Frankfurter Str. 59
63067 Offenbach, im Hof Eingang rechts, 3. Stock
Tel: 069 / 82 36 14 17, E-Mail
Termin
14./15.11.2026
Kurszeiten
Samstag: 10.00 – 18.00 Uhr
Sonntag: 09.00 - 15.00 Uhr
Creditstunden: 14
Teilnehmer:innen: min. 10 - max. 18
Zertifizierung vom BDH, TCM Fachverband Schweiz und der Landesärztekammer Hessen werden beantragt.
Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie 2-3 Wochen vor Kursbeginn eine Rechnung mit allen Kursdaten und den genauen Informationen zu den Zahlungsmodalitäten.
Kosten: 380,00 €
AGTCM-Mitglieder: 304,00 €
TCM Fachverband Schweiz-Mitglieder: 342,00 €